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Auf den Spuren starker Weseler Heimatgeschichte: Charlotte Quik besucht das neue Hanseforum im Berliner Tor

5.4.2022

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Quik unterwegs

Wer sich immer schon immer mal auf die Spuren eines russischen Pelzverkäufers oder einer norwegischen Fischhändlerin aus dem Mittelalter begeben wollte, ist im Obergeschoss des neugestalten Hanseforums genau richtig. Die Hanse-Gilde Wesel e.V. informiert hier über die alte und neue Hanse - ein starkes Stück Weseler Geschichte. Gemeinsam mit Birgit Nuyken, Günther Kellendonk und Michael Schröder für die CDU Wesel überzeugte sich Landtagsabgeordnete Charlotte Quik von der neuen Weseler Errungenschaft: Das neue „Heimatzeugnis“ im Berliner Tor ist mit über 213.000 Euro aus der Heimatförderung des Landes NRW unterstützt worden, die in die Umwandlung, Restauration und Teilsanierung des historischen Weseler Wahrzeichens geflossen sind. Die restlichen Mittel investierte die Stadt Wesel. Der Sekretär der Weseler Hanse-Gilde, Ludwig Maritzen, führte durch die neue Ausstellung.

Das historische Berliner Tor stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist das einzige erhaltene Stadttor der Stadt Wesel. Das Nutzungskonzept „Hanseforum“ hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Hanse-Gilde Wesel e. V. erarbeitet. Die Themen „Hanse und Handel“ werden ab sofort im Berliner Tor, dem als Stadttor in früheren Zeiten eine besondere Bedeutung als Einlasstor für den Handel zukam, für Touristen und Einheimische erlebbar gemacht. Inhaltlicher Schwerpunkt ist der Handel der alten Hanse im Mittelalter und die Neue Hanse der Neuzeit.

Die Statuen Minerva und Herkules empfangen die Besucher bereits am Eingangsportal und sollten einst die Überlegenheit Preußens gegenüber Gegnern demonstrieren. Im Treppenhaus leitet die Besucher ein Zeitstrahl zur Ausstellung, der aus der Gegenwart in die Vergangenheit führt und über wichtige Daten aus der Weseler Geschichte informiert und wie der Handel im Mittelalter in Wesel täglich abgewickelt wurde.

Entstanden sind unter anderem 120 Quadratmeter Ausstellungsfläche, auf der mit viel Liebe zum Detail die Geschichte der Weseler Hanse für Groß und Klein dargestellt ist. Im restaurierten und teilsanierten Obergeschoss, das in den vergangenen Jahrzehnten als Restaurant genutzt worden war, werden nun Weseler Handelswaren des Mittelalters in detailreicher Inszenierung präsentiert.  Sie sollen ein neuer – auch touristischer - Anlaufpunkt zur Stadtgeschichte werden. Daran hat die Stadt Wesel gemeinsam mit der Hansegilde gearbeitet. So wird das Leben eines typischen Hansekaufmanns ebenso dargestellt wie die verschiedenen Routen der Hanse auf einer Karte, die durch Knopfdruck beleuchtet werden können. „Die Hansestadt Wesel war damals größer als die Städte Dortmund oder Essen und zur damaligen Zeit ein Anziehungspunkt für Handelsleute aus ganz Europa“, berichtet Ludwig Maritzen. In einer anderen Ecke der Ausstellung sind mehrere Teile einer Ritterrüstung zu finden, die wohl vor allem die Beweglichkeit der damaligen Träger stark eingeschränkt haben dürften.

Der Raum „Neue Hanse“ ist mit moderner Präsentationstechnik ausgestattet, so dass dort auch in kleinerem Rahmen Vorträge und Veranstaltungen stattfinden können.Verschiedene Wappen und eine internationale Karte mit allen Hansestädten weisen auf die neue Hanse hin. Als lebendiger Austauschort soll das neue Hanse-Forum auch Kinder und Jugendliche an die Geschichte der Stadt Wesel heranführen.  Die Hanse-Gilde wird zusammen mit der Jugendhanse das Gebäude künftig nutzen und Einheimischen sowie Besuchern der Stadt das Thema „Hanse und Handel“ anhand von allerlei Ausstellungsstücken und mit Hilfe von moderner Präsentationstechnik nahe bringen.

Für das Hanseforum im Berliner Tor sind folgende Öffnungszeiten vorgesehen:
In den Wintermonaten samstags und sonntags von 11 Uhr bis 17 Uhr und von April bis September donnerstags bis sonntags 11 Uhr bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Zusätzlich wird die Hanse-Gilde an ausgesuchten Tagen weitere Öffnungszeiten sowie Veranstaltungen anbieten.

„Hier wird ein starkes Stück Weseler Heimatgeschichte gezeigt. Ich bin überzeugt, dass das „Heimatzeugnis“  dank des großartigen Engagements der Hanse-Gilde auf reges Interesse stoßen wird“, freut sich Charlotte Quik über die gut angelegte Landesförderung. „Es war die beste Entscheidung, das Hanseforum hier in dem geschichtsträchtigen Berliner Tor unterzubringen!“ so Charlotte Quik weiter und bedankt sich bei Ludwig Mauritzen für die kundige Führung.

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